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Die Macht des ersten Eindrucks…

…ja, die kennen wir alle!  Bei einer persönlichen Begegnung, einer Geschäftsbesprechung, bei einem Termin machen wir uns in den ersten Sekunden von unserem Gegenüber ein Bild – der sogenannte Scan – und sortieren ihn bereits intuitiv ein: Ist er vertrauenswürdig, sympathisch, kompetent oder eben das Gegenteil von alle dem. 

Im Telefonat allerdings fällt dieser erste visuelle Eindruck weg. Hier können wir nur mit diesen beiden Werkzeugen punkten: 
1) der akustischen Wahrnehmung – also Stimme und Sprache – und 
2) dem Inhalt. 

Zum eindeutigen Verständnis für Sie will ich Ihnen einmal prozentual den Vergleich aufzeigen, wie Botschaften im persönlichen Zusammentreffen und im  telefonischen Kontakt empfangen werden. Also: 

Im persönlichen, visuellen Kontakt, wie zum Beispiel bei Geschäftsterminen oder Begegnungen, nehmen wir zu 

55 % die Körpersprache, Kleidung, Statussymbole und Geruch, 
38 % Prozent den Klang der Stimme und nur zu 
7 % den Sinn des Gesagten wahr. 

Im telefonischen Kontakt hingegen nehmen wir 

83 % der Stimme und Sprache und 
17 % des Gesagten, des Inhalts wahr.  

Sie merken – die sichtbare Körpersprache und äußerliche Erscheinungskriterien fallen vollständig weg. Damit erklärt sich, warum am Telefon Stimme, Sprache und Inhalt so wichtig für erfolgreiche Gespräche sind. 

Die Stimme ist Ihre akustische Körperhaltung…

Wenn Sie telefonieren, ist Ihre Körperhaltung für Ihren Gesprächspartner wahrnehmbar, ebenso beeinflussen Ihre Stimmung, Einstellung und Aufmerksamkeit Ihre Wirkung. Ihr Telefonpartner hat äußerst feine Antennen und bemerkt alles – wie Sie sich fühlen, wie Sie sich halten, wie Ihre Einstellung ist. Wenn Sie als aufmerksamer, sympathischer, vertrauenserweckender, souveräner und kompetenter Gesprächspartner im Gedächtnis bleiben wollen, dann helfen Ihnen folgende, kleinen Tipps. Übernehmen Sie diese in Ihre Vorbereitungen und den Ablauf Ihres Telefonats, und Sie werden bemerken, um wieviel leichter es Ihnen fällt, zu begeistern. Los geht’s: 

1. Bereiten Sie sich fachlich auf das Gespräch vor. Das machen Sie sicher sowieso – doch trotzdem nochmal diese kleine Gedankenstütze. Überlegen Sie, wie Sie möglichen Fragen oder Einwänden begegnen können. Bei Akquise Gesprächen hilft Ihnen ein gut durchdachter Leitfaden, den Sie immer wieder je nach Gesprächspartner adaptieren.  Dies gibt Ihnen bereits Sicherheit. 

2. Vermeiden Sie Ablenkungen – schalten Sie im Voraus Ihr Handy stumm, suchen Sie sich einen ruhigen Platz, schließen Sie Ihr Mailprogramm und achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitsplatz aufgeräumt und sortiert ist. Dies hilft, damit Sie konzentriert bei der Sache und somit bei Ihrem Gesprächspartner bleiben. Wenn Sie nebenbei Mails lesen, Nachrichten mit einem „Pling“ oder anderen Tönen erhalten, laute Musik oder Lärm im Hintergrund zu hören ist – all dies lenkt Sie ab und ist zudem Ihrem Telefonpartner gegenüber äußerst unhöflich. 

3. Achten Sie auf Ihre innere Haltung – Überprüfen Sie diese auf jeden Fall vor dem Telefonat– sind Sie entspannt und gelassen? Freuen Sie sich auf das Gespräch, darauf, Ihren Gesprächspartner kennenzulernen? Sind Sie neugierig? Wenn Sie spüren, dass Ihnen die Begeisterung fehlt, die Motivation oder ein mulmiges Gefühl sich ausbreitet, überlegen Sie sich einen Trigger oder Anker, der Ihnen den Impuls der Motivation, Freude und Begeisterung gibt. Testen Sie einfach durch. Ihnen fällt sicher etwas hervorragendes ein.  

4. Lächeln Sie – dies wirkt sich positiv auf Ihre Stimme aus. Ihr Gesprächspartner hört regelrecht Ihr Lächeln und ist direkt besser gelaunt. 

5. Wie ist Ihre Körperhaltung? Ihre Stimme vermittelt Ihre Körperhaltung – also richten Sie sich auf, Schultern gerade, strecken Sie sich und wenn Sie sich gerne während eines Telefonats bewegen, dann gehen Sie dabei herum. Ihre Stimme dankt es Ihnen – denn sie ist Ihre akustische Körperhaltung und vermittelt auf direktem Wege Aufmerksamkeit, Aktivität und Lebendigkeit in das Ohr Ihres Gesprächspartners.  

6. Atmen Sie mehrmals tief ein – es hilft, wenn Sie vor dem Gespräch einige Male tief und bewusst atmen. Dann brummen Sie mehrmals ein sattes „mmmmh“. Das hilft dabei, dass Ihre Stimme ab Fülle und Volumen gewinnt. Sie können ja auch „mmmh – Schokolade“ brummen – das versüßt das Ganze noch. Gähnen Sie ausgiebig, um Ihren Kehlkopf zu entspannen. 

7. Sprechen Sie klar und deutlich – Ihr Gesprächspartner will Sie verstehen und nicht ständig nachfragen, ob er Sie richtig verstanden hat. Vermeiden Sie es zu nuscheln oder zu stammeln und machen Sie kurze Sätze und Pausen, damit das Gehörte auch ankommen und verarbeitet werden kann. Arbeiten Sie regelmäßig an Ihrer Aussprache. Übungen wie die Korkübung (nehmen Sie einen Korken zwischen die Zähne und üben Sie dann, zu sprechen und zu lesen) hilft Ihnen zu klarer Artikulation 

8. Achten Sie auf Ihre Sprache – eine gepflegte Sprache ist nicht unbedingt eine komplizierte Sprache. Verwenden Sie möglichst verständliche, einfache Wörter und sprechen Sie in Bildern, soweit es geht. Bringen Sie es auf den Punkt und verzichten Sie auf langatmige Geschichten. Ihr Gesprächspartner wird es Ihnen danken. 

9. Tipp für Frauenstimmen – Frauen haben einen großen Vorteil: Sie haben das Talent, mit Leichtigkeit verschiedenste Emotionen stimmlich auszudrücken und lächeln mehr. Allerdings sprechen viele Frauen zu hoch und zu schnell. Dies kann für das Ohr und die Aufmerksamkeit Ihres Zuhörers anstrengend sein. Versuchen Sie einen satteren Ton und eine angenehme Melodie zu finden, gönnen Sie sich und Ihrem Gesprächspartner Pausen und verwöhnen Sie das Ohr mit Ihrer Stimme. Wie Sie das lernen können? Das besprechen wir in einem gesonderten „Telefonat“😊!    

So – jetzt sind Sie dran. Probieren Sie sich aus und üben Sie immer wieder zwischendurch. Damit haben Sie bereits wunderbare kleine Werkzeuge in der Hand, die Ihnen einen machtvollen ersten, akustischen Eindruck bescheren.  

Viel Erfolg! 

Beim nächsten Mal geht es um Telefon-Etikette – schön, wenn Sie dabei sind! 

Bis dahin, 
bleiben Sie stimmig – 
Ihre Regina Wengenroth